PostHeaderIcon Bad Vilbel - Bärlauch-Wald

Wer am Wochenende zu wenig Zeit zum Wandern oder mal keine Lust auf Gartenarbeit hat und den Rasenmäher mal stehen lassen will, dem sei der Bad Vilbeler Wald für einen Spaziergang wärmstens empfohlen.

Besonders im Frühjahr ist der Bärlauch-Wald von Bad Vilbel einfach nur traumhaft schön. Spätestens im April: Die Bäume immer noch kahl und im Winterschlaf, aber frischer grüner Bärlauch so weit das Auge reicht!

Auch im Mai ist der Vilbeler Wald auf jeden Fall eine weitere Reise wert: Die Bärlauch-Blüte!

Wer Bärlauch nicht kennt: es kommt dem Knoblauch recht ähnlich - zumindest vom Duft und Geschmack. Deshalb wird der Vilbeler Wald auch Knoblauchwald genannt. Die Blüten des Bärlauchs sind schneeweiß und aufgrund der ähnlichen Blattform zum Maiglöckchen hat man das Gefühl inmitten eines riesigen Maiglöckchenfeldes zu stehen.  Allerdings duftet es nicht süßlich, sondern riecht schon aus weiter Ferne nach leichtem, frischem Knoblauch. Muß man unbedingt mal erlebt haben!

 

Bärlauch-Wald in Bad Vilbel / Frankfurt Bergen-Enkheim

 

 

 

 

Hier in Google-Maps:

**Karte (Google) anzeigen

habe ich den Parkplatz zur Bergen-Enkheimer Seite (Jüdischer Friedhof) eingetragen. Von hier aus folgt man einfach gerade aus dem Grüngürtelweg und läuft dann erst durch wild gewachsene Streuobstwiesen, oder man hält sich gleich etwas weiter links und kommt direkt runter (den Hang!) in den Bärlauch-Wald. Ich persönlich finde, man benötigt nicht unbedingt eine Karte, um dort zu wandern. Da mir jedoch immer wieder Leute begegnen, die die Orientierung verloren haben und nach dem Weg fragen, ist es vielleicht doch ratsam für Neulinge sich eine Karte auszudrucken. Der Bärlauch Wald liegt nord-östlich vom Parkplatz am Jüdischen Friedhof.

Allerdings ist der Bärlauch-Wald von Bad Vilbel gar nicht soooo groß, man kommt relativ schnell wieder an den Waldrand und kann sich so an den Strommasten orientieren oder zur Not einmal aussen rum um den Wald gehen, bis man zum gewünschten Parkplatz kommt.

3-4 Stunden kann man hier durchaus wandern, also so um die 10-15km. Für einen Sonntagsspaziergang von 1-2 Stunden kommt man aber auch voll auf seine Kosten.

Ein Hinweis noch zum Parkplatz: es stehen dort nicht sehr viele Parkplätze zur Verfügung. Spätestens ab mittags ist der meistens voll. Aber als Wanderer ist man ja eh meist schon fürher auf den Beinen.

 

Aufgrund des Fuchsbandwurmes wird allgemein vor dem Verzehr von Bärlauch aus Wäldern gewarnt. Wer es dennoch nicht lassen kann: man sollte den Bärlauch "ernten", so lang er noch nicht blüht und die Blüten-Knospen noch klein sein (kann man mitessen). Während und nach der Blüte schmeckt der Bärlauch bitter und ist ungenießbar.

Und zum Schluß noch ein Rezept:

Bärlauch-Pesto

* 1 großer Bund Bärlauch, fein geschnitten oder gehackt
* 50 g geriebener Parmesan oder Pecorino
* 2 EL gehackte Pinienkerne (ersatzweise Mandeln)
* ca. 1/8 l gutes Olivenöl
* Salz

Pecorino, Pinienkerne, Salz und Olivenöl im Mörser zu einer Paste verreiben. Zum Schluß Bärlauch dazugeben.

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

 
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